Level9 RMS

Änderungen von Geschäftsprozessen im laufenden Betrieb? Eine Reklamationsmanagement Software passt sich an

Wie flexibel kann ein RMS auf notwendige Änderungen von Geschäftsprozessen im laufenden Betrieb reagieren?

Der Kunde, tätig im Bereich der Print- und elektronischen Medien, wird sein Profitcenter umorganisieren. Dabei befindet sich in seiner Reklamationsmanagement-Software bisher der Bereich „Medienvorstufe“ im Geschäftsbereich „Produktion“; diese soll aber herausgelöst und als eigener Geschäftsbereich abgebildet werden.

Lösungsvariante 1:
Legen Sie in den Geschäftsbereichen einen komplett neuen Geschäftsbereich mit „Medienvorstufe“ an und ändern vorab den Namen der alten Medienvorstufe in „Medienvorstufe alt“. Die Auswahl des „alten“ Bereich Medienvorstufe ist bei der Reklamationsbearbeitung weiterhin möglich. In den Statistiken werden dann - falls die Statistiken der alten und neuen Medienvorstufe ausgegeben werden sollen - diese miteinander per Suchparameter verknüpft. Bei der Änderung des Fehlerbaumes können die Unterkategorien gelöscht werden oder für die einzelnen Fehlerarten neuen Namen vergeben werden. Diese bleiben in der Statistik weiterhin vorhanden (auch auswählbar in der Statistik), sind dann aber nicht mehr für den Reklamationsbearbeiter auswählbar. Bei komplexen Änderungen des Fehlerbaumes kann es hier zu Problemen bei der Übersichtlichkeit der Suchparameter kommen.

Lösungsvariante 2:
Wir nennen die Medienvorstufe aus dem aktuellen Geschäftsbereich um und blenden diese aus, so dass diese nicht mehr auswählbar ist. Der neue Geschäftsbereich bekommt die Namen der aktuellen Medienvorstufe und wird dann entsprechend auswählbar sein. Dadurch wäre nur die neue Medienvorstufe auswählbar und nicht mehr die Medienvorstufe unter Produktion. Beide (neue und alte Medienvorstufe) sind in den Statistiken weiterhin auswählbar. Bei komplexen Änderungen des alten Fehlerbaumes schlagen wir vor, einen komplett neuen Fehlerbaum anzulegen und den alten für den Reklamationsbearbeiter nicht mehr auswählbar zu machen. Hier müssten in der Statistik ebenfalls wieder beide Fehlerbäume über Suchparameter verknüpft werden.

Lösungsvariante 3:
Wir lösen die Medienvorstufe aus dem aktuellen Geschäftsbereich heraus und passen die Parameter etc. in der Datenbank an. Dadurch wäre die Medienvorstufe nur einmalig vorhanden und die Übersicht in der Statistik entsprechend gewährleistet. Der Fehlerbaum wäre wie bei Lösungsvariante zwei.

Lösungsvariante 4:
Wir fertigen eine Kopie unserer virtuellen Maschine (des RMS samt bisher aufgenommener Reklamationen) auf dem Kundenserver an und „frieren“ diese Version ein. Es ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, auf dieser Version Reklamationen aufzunehmen bzw. zu bearbeiten. Die bisherigen Statistiken von den abgeschlossenen Reklamationen werden weiterhin in der kopierten Version angezeigt. Wir ändern die Geschäftsbereiche und den Fehlerbaum entsprechend den Vorgaben und Mitarbeiter des Kunden arbeiten dann mit dieser „neuen“ Version. Die Statistik baut sich ab diesem Zeitpunkt mit den neuen Daten und der neuen Geschäftsstruktur auf. Alle offenen Reklamationen müssten dann vom Kunden auf die neuen Fehlerarten und Geschäftsbereiche umgestellt werden. Vorteil bei größeren Änderungen der Strukturen (Fehlerarten und Geschäftsbereiche) wäre eine klare Trennung zwischen „alter“ und „neuer“ Struktur, allerdings müssten Statistiken vor diesem Zeitpunkt in dem „alten“ RMS abgerufen werden.

Alle Lösungsvorschläge führen dazu, dass die geänderte Organisationsstruktur auf Basis der bereits existierenden, in Betrieb befindliche Organisationsstruktur abgebildet werden kann.

Zur Blogübersicht

Teilen: